Mittwoch, 17. Januar 2018

Die Geschichte der schusseligen Brillenschlange Bittersweet

Ein Saunabesuch ist für mich sehr entspannend.
Bis zu dem Zeitpunkt, wo ich mich fertig machen muss, um die Wohlfühllandschaft wieder zu verlassen.

Da verschwinden Socken innerhalb einer Millisekunde. Da passt auf keinen Fall alles wieder in die Saunatasche rein, was beim Reintragen noch super reingepasst hat.
Da quellen die kleinen und großen Tuben aus dem Kosmetikbeutel.

Besonders häufig aber fällt mir erst auf und ein, wenn ich schon völlig angezogen bin, dass was ganz Elementares an mir fehlt: nämlich meine Brille. Da sie unauffindbar ist in den Tiefen der Tasche, sich auch nicht noch - so wie eigentlich vermutet - in der Tasche des Bademantels versteckt - steckt.
Also Schuhe aus. Socken aus. Überlegen. Stöhnen, denn vermutlich liegt sie im Brillenfach in der Blocksauna auf dem Außengelände - also ungefähr eine Milliarde Meter entfernt von den Duschen. Super, jetzt in Jeans und T-Shirt mit nassen Haaren nochmal durch die kaltnasse Regensuppe draußen... dann suche ich einen freien Spind, sperre mit Mühe und Not meine Habseligkeiten dort wieder ein, suche meine Freundinnen, um zu sagen, dass ich nochmal was länger brauche, sie draußen warten sollen.

Da kommen mir die beiden fröhlich entgegen und bringen mir meine Brille, die ganz woanders war, als ich vermutet habe.

Das ist jetzt das 3. Mal, dass ich derart verpeilt meine Brille dort suche. Ich bin ziemlich blind ohne, komme aber in mir bekanntem Terrain immer gut zurecht im Nebelschleier, so dass ich sie während des Saunaganges nur selten brauche.

Ich sollte mir ein Brillenband besorgen und eine meiner ausgemusterten Brillen in die Saunatasche stecken.

Denn ich wäre völlig aufgeschmissen ohne Brille meine Brille zu suchen. Besonders wenn ich eine meiner randlosen Brillen trage. Gottseidank war das gestern eine mit auffälligem Gestell, so dass die liebe S. sie zuordnen konnte.

Uff.

Dienstag, 16. Januar 2018

4 x drübber schlafen

Auch nach 4 x drübber schlafen und etwas nüchterner Betrachtung bleibt für mich die Frage nach dem Subtext der Anklage, die am Freitag formuliert wurde. War das ein verkappter Rausschmiss?

Nach 4 x drübber schlafen ist eines auf alle Fälle sicher, Freunde sind wir nicht. Das war ein Irrtum. Bittere Erkenntnis. Nach 18 Jahren.

Nach 4 x drübber schlafen kommt der Gedanke sehr oft, was wäre wenn ich aussteige. Nicht aus Trotz, nicht aus gekränkter Eitelkeit, sondern weil mein Vertrauen weg ist.

#musicismyfirstlove

Samstag, 13. Januar 2018

Die Prügel am Freitag, die du einsteckst, verdaust du nicht über Nacht

Schwerer Schlag in die Magengrube wenn vermeintliche Kumpels nach konspirativem Zusammenrotten dir die Verantwortung alleine geben wollen, an allem Schuld zu sein. Ein Rundumschlag an Pauschalkritik auf Dich niederprasseln lassen.

That hurts.

Menschlich tief enttäuscht.
Ein leises Stimmchen sagt, du hast da was überhört.
Ein mittelleises Stimmchen sagt, zieh einen Schlussstrich.
Ein lautes Stimmchen sagt, das war unfair.



Dienstag, 9. Januar 2018

Ein guter Plan

Ein guter Plan ist es abends mit der 5. Staffel The Good wife auf der Couch zu sitzen, die Fleecedecke im Anschlag und den Alltag verdrängen.

Interessant war heute, dass eine Entscheidung getroffen wurde, die indirekt zunächst für eine Verbesserung für mich selbst sorgt. Mein nicht mehr ganz so neuer Chef hat jetzt auf seinem alten Posten einen Ersatz etablieren können und war heute so entspannt wie noch nie in den letzten 7 Monaten. Das macht sich hoffentlich nicht nur in der ersten Euphorie bemerkbar, sondern auch mittelfristig.



Freitag, 5. Januar 2018

WMDEDGT Januar 2018

Frau Brüllen lädt ein zum Tagebuch schreiben und ich mache - wie fast immer - sehr gerne mit

Der Wecker klingelt zum ersten Mal seit dem 11.12.17 um 6 Uhr für mich. Ich stehe auch wirklich auf und schaffe es aufrecht zu bleiben, bis die schlimmste Jammerattacke vorbei ist.

Bis um 7 Uhr habe ich Zeit zu lesen und meine Motivation zusammenzukratzen, denn heute ist mein erster Arbeitstag in diesem Jahr.

Die erste gute Nachricht ist, dass die dämliche Baustelle in der Zufahrt zu meiner Firma endlich voran geht, zumindest die Ampelanlage ist deinstalliert. Mein erster Gang ist zu unserer Personalabteilung, die Kolleginnen da gehören zu meinen Lieblingsmenschen in der Firma und ich halte ein bisschen Smalltalk und beschere eine Kollegin/Freundin, die ihr "wir schenken uns eigentlich nichts zu Weihnachten Geschenk" noch nicht bekommen hat.

Um kurz nach 8 Uhr bin ich in der Nähe meines Büros in einem Nebengebäude angelangt und unsere Reinigungskraft freut sich, mich zu sehen und jammert mir als Dankeschön gleich die Ohren voll, denn eine Kollegin aus diesem Bereich ist Dauerkrank und wird vermutlich auch nicht mehr kommen bis zum Rentenantritt. Die Damen der Putzabteilung sind aufgeregt, millionenfach streunen Gerüchte über die Zukunft durchs Haus, und nun hofft sie wohl, dass ich ein paar Infos hab. Hab ich nicht.

Einer meiner beiden Stellvertreter kommt gegen 8.30 Uhr und wir machen ca. 1 h Besprechung. Bis 14 Uhr bin ich mit den Mails soweit durch, dass ich alles einmal grob gelesen hab und priorisieren konnte. Meine 2Do Liste ist gewachsen.

Unverändert spinnt unsere "neue" Telefonanlage. Das Argument neu zählt langsam auch nicht mehr, das gute Ding ist bereits 3 Monate aktiv und unsere IT Abteilung bekommt es nicht hin, dass Verbindungen stabil sind. So kann ich jetzt auch meine Mailbox nicht mehr erfolgreich neu besprechen, ist mir aber egal, ich hab das 10. Ticket geschrieben zu diesem Thema und harre der Dinge, die da kommen.

Für14.30 Uhr hab ich noch ein Beurteilungsgespräch ausgemacht im alten Jahr und da die Beurteilung unkritisch sein wird, konnte ich sie auch guten Gewissens auf einen Freitag legen, ansonsten mach ich das nämlich nie vorm Wochenende.

Um 15.45 Uhr verlasse ich das Gebäude und hab einen Überblick, so dass ich am Montag loslegen kann.

Dieser Plan hat sich vorher gut angefühlt, den 1 Tag Urlaub nicht mit zu nehmen und ich kann es nur im Nachhinein so bestätigen.

Zuhause kann ich gut 1,5 Stunden die Füße hochlegen, werde jetzt vom Gatten mit Bratkartoffeln, Lyoner und Spiegelei bekocht und fahre dann im Anschluss in die Probe.

Gegen 22.30 Uhr werde ich zurück sein und dann schlafen gehen.

Hätte alles viel schlimmer sein können und ich freu mich gerade, über den sanften "Wiedereinstieg" in dem Wissen, dass ich heute in einer Woche vermutlich "durch" sein werde nach der ersten vollen Woche inkl. einer Klausurtagung am kommenden Freitag.

Stöhn.


Donnerstag, 4. Januar 2018

Die Zeit, die Zeit...

Kein Mensch weiß, wo die Zeit hin ist.

Heute ist mein letzter freier Tag.

Morgen gehe ich einen Tag arbeiten, hoffe, dass ich gegen 16 Uhr fertig bin mit dem wichtigsten Überblick.

Dann ist Wochenende.

Noch hört sich das an wie ein guter Plan.

....

Da gab es doch mal ein Lied über den Teufel und die Zeit... muss ich mal suchen...